Krieg in der Ukraine

Blog des Arbeitsbereichs Frieden der Fest in Heidelberg

Je mehr, desto besser? Sanktionen gegen den russischen Angriffskrieg

Ines-Jacqueline Werkner

Sanktionen haben sich in den letzten Jahrzehnten zu einem zentralen Instrument der internationalen Politik entwickelt: als ein Mittel, das sich nicht mehr im Bereich der Diplomatie, aber unterhalb der Schwelle des militärischen Einsatzes bewegt. Auch der Westen setzt als Reaktion auf Putins Angriffskrieg gegen die Ukraine in hohem Maße auf Sanktionen. Dabei ist jedoch umstritten, ob und wie genau diese zur Beendigung des Krieges beitragen können. So konstatierte auch der EU-Außenbeauftragter Josep Borrell am Rande eines Treffens der EU-Außenminister am 11. April 2022 in Luxemburg, dass Sanktionen zwar wichtig seien, der Ukrainekrieg aber nicht durch Sanktionen, sondern auf dem Schlachtfeld entschieden werde. Was lässt sich dann aber mit den verhängten Sanktionen gegen das russische Regime erreichen? 

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Zu kurz gesprungen: Das Konfliktverständnis des „Strategischen Kompass“ der EU im Licht des Ukraine-Krieges

Lotta Mayer

Am 24. März 2022, einen Monat nach dem Beginn der militärischen Offensive Russlands gegen die Ukraine, haben die europäischen Staats- und Regierungschefs in der Sitzung des Europäischen Rates den „Strategischen Kompass“ gebilligt. Dieses Dokument (betitelt „Ein Strategischer Kompass für Sicherheit und Verteidigung – Für eine Europäische Union, die ihre Bürgerinnen und Bürger, Werte und Interessen schützt und zu Weltfrieden und internationaler Sicherheit beiträgt“) soll die neue Grundlage für die gemeinsame Sicherheits- und Verteidigungspolitik der EU bilden.

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Russlands Angriff auf die Ukraine – die evangelische Friedensethik an einem Wendepunkt?

Ines-Jacqueline Werkner

Der gerechte Frieden – eine Orientierung im Krieg in der Ukraine?

Putins Krieg gegen die Ukraine stellt die bislang größte Gefährdung des Friedens in Europa seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes, wenn nicht sogar seit dem Ende des Zweiten Weltkrieges dar. Er markiert eine Zäsur in der europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung. Mit ihm gehören die Ära der KSZE-Schlussakte von Helsinki (1975) und der Charta von Paris (1990) unwiderruflich der Vergangenheit an. Ist damit auch die evangelische Friedensethik an einem Wendepunkt angelangt?

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Orthodoxe Kirchen im Ukraine-Krieg – Friedensstifter oder Brandbeschleuniger?

Madlen Krüger

Harmonie von Orthodoxie und Staat – ein Hindernis für den Frieden?

Vitali und Wladimir Klitschko wendeten sich am 5. März 2022 an die geistlichen Oberhäupter der Welt und riefen diese dazu auf, ihrer moralischen Pflicht nachzukommen und Verantwortung für den Frieden zu übernehmen. Bisher hat das Oberhaupt der Russisch-Orthodoxen Kirche (ROK), der Moskauer Patriarch Kirill I., keine Stellung gegen den Krieg bezogen, geschweige denn diesen als solchen bezeichnet.

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When Putin Takes Revenge on His Own History

Assaad Elias Kattan
Translated by Najib Coutya

At the time of writing, the tsar’s fighter jets are pounding the gorgeous Kyiv, and air raid sirens are echoing everywhere. << Who has believed our message >> declares the prophet Isaiah: the fighters of Vladimir Putin are striking Kyiv, not Tbilissi, Yerevan, Berlin, Paris, or Istanbul, and certainly not New York. In fact, the Russian tsar wants to exact revenge on the Ukrainians… and on his own history.

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Russlands Aggression gegen die Ukraine – das Ende der europäischen Friedensordnung

Russlands Angriff auf die Ukraine – ein eklatanter Völkerrechtsbruch

Der Krieg Wladimir Putins gegen die Ukraine stellt die bislang größte Gefährdung des Friedens in Europa seit dem Ende des Ost-West-Konfliktes dar. Aber noch viel mehr: Der 24. Februar 2022 markiert eine Zäsur in der europäischen Friedens- und Sicherheitsordnung. Mit diesem Tag gehört die Ära der KSZE-Schlussakte von Helsinki (1975) und der Charta von Paris (1990) unwiderruflich der Vergangenheit an.

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